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Verschiedene Trachtenformen
Schäppelmaigana

Kurzbeschreibung

Die Montafoner Festtagstracht der Frauen besteht aus einem schwarzen Kleid (Juppa), dessen Mieder (Miadr) vorne geschnürt ist. Darüber wird eine in Pastellfarben gehaltene Schürze (Schoß) gebunden. Besonders wertvoll an dieser Tracht sind die Stickereien: Das Brosttuach wird vorne im Mieder eingeschnürt (ibresa), die Schürzenbänder (Schoßbänder) werden über die Schürze gebunden. Das Libli (eigentlich Teil der Mädchentracht) wird heute vorallem von Tanzgruppen anstelle einer Überbekleidung getragen. In diesem Fall gehört auch eine weiße Bluse zur Tracht. Abgerundet wird das Bild durch einen roten Unterrock, rote Strümpfe, Schuhe mit Schnallen und eine um den Hals gebundene Masche.

Überbekleidungen

  • Glöggli-Tschopa: Der geschweift geschnittene Glögglitschopa, so benannt nach der rot oder grün gefütterten Faltenkrause am Rückensaum, hat enge, lange Ärmeln, auf deren Enden sich Aufschläge aus besticktem Seidenatlas befinden. Merkmal eines gut passenden Glögglitschopa ist das Benkli, eine von der Brusttuchmitte bis zum Glöggli hin verlaufende Falte.
  • Schlutta: Die Schlutta, ursprünglich der Wärchtigtschopa, ist eine Brokatjacke. Der Kragen ist mit einer zarten weißen Spitze versehen.

Kopfbedeckungen

  • Pelzkappa: Ist eine schwere Otterfellmütze, welche zum Glögglitschopa getragen wird.
  • Mäßli: Das Mäßli ist eine Kopfbedeckung mit der Form eines nach oben weiter werdenen Zylinders ohne Krempe. Es wird zum Glögglitschopa getragen.
  • Sanderhut: Der Sanderhut ist eine um 1900 eingeführte Kopfbedeckung zur Montafonertracht. Es handelt sich dabei Um einen schwarzen Strohhut mit Goldverzierung an der Unterseite und einer großen schwarzen Masche auf der Linken Seite, welche mit einer Spange befestigt ist.
  • Schäppel: siehe Schäppelmaigana


Besonderheiten

  • Die heute von Trachtenvereinen getragene Variante dieser Tracht, also mit weißer Bluse und dem Lieble wird so erst seit ca. 100 Jahren getragen.